Flüssigkeiten im Handgepäck: die 100-ml-Regel 2026 erklärt

Die Regel ist gerade im Umbruch: An einzelnen Flughäfen sind seit 2026 bis zu zwei Liter erlaubt, an den meisten weiterhin nur 100 Milliliter. Hier steht, was gilt — und warum du trotzdem so packen solltest, als gäbe es die Ausnahme nicht.

Die Regel, die fast überall gilt

In der EU darf jeder Behälter im Handgepäck höchstens 100 Milliliter fassen. Alle Behälter zusammen kommen in einen durchsichtigen, wiederverschließbaren Beutel mit einem Liter Fassungsvermögen — ein Beutel pro Person, und der muss an der Kontrolle separat aufs Band.

Entscheidend ist die Größe des Behälters, nicht die Füllmenge. Eine halb leere 200-ml-Flasche ist nicht erlaubt, eine randvolle 100-ml-Flasche schon. Das ist der Punkt, der an der Kontrolle am leichtesten übersehen wird.

Was 2026 neu ist: die CT-Scanner

Für eine neue Generation von Gepäckscannern (Computertomografie, kurz CT) ist die 100-ml-Beschränkung in der EU gelockert worden. Sie durchleuchten das Handgepäck dreidimensional, sodass Flüssigkeiten nicht mehr einzeln geprüft werden müssen. Was genau erlaubt ist, richtet sich nach der Zulassung des jeweiligen Geräts und der Umsetzung am einzelnen Flughafen — die amtlichen Hinweise dazu geben die EU-Kommission und das Luftfahrt-Bundesamt heraus. An Kontrollspuren mit CT-Scanner können Behälter bis zu zwei Litern erlaubt sein, und der Beutel entfällt dort. Ob das an deinem Flughafen und an deiner Spur gilt, entscheidet der Flughafen — nicht du.

Umgerüstet wird aber Flughafen für Flughafen und teilweise Terminal für Terminal. Einzelne deutsche und österreichische Flughäfen haben 2026 auf CT-Scanner umgestellt, andere nicht, und an manchen gilt es nur für einen Teil der Terminals.

Wir listen hier bewusst keine Flughäfen einzeln auf. Solche Übersichten sind nach wenigen Wochen überholt, und wir können sie nicht selbst prüfen — dann schreiben wir sie lieber gar nicht hin. Verbindlich ist allein, was dein Abflughafen auf seiner eigenen Seite zu Sicherheitskontrolle und Flüssigkeiten veröffentlicht. Ein Blick dorthin am Vorabend dauert eine Minute.

Warum du trotzdem bei 100 ml packen solltest

Weil du dir die Kontrollspur nicht aussuchen kannst. Auch an umgerüsteten Flughäfen laufen oft noch alte Spuren parallel, und in welche du geschickt wirst, entscheidest nicht du. Mehrere Flughäfen raten in ihren eigenen Reisehinweisen deshalb weiterhin dazu, bei 100 ml zu bleiben — nachlesen kannst du das auf der Seite deines Abflughafens.

Dazu zwei praktische Gründe: Du fliegst meist auch zurück, und der Rückflughafen kann eine andere Ausstattung haben. Und außerhalb der EU gilt die CT-Ausnahme ohnehin nicht überall.

Der Rat, so einfach wie möglich: Pack so, dass du an jeder Kontrolle durchkommst — dann musst du dich vorher nie informieren. Wenn du am Gate feststellst, dass mehr erlaubt gewesen wäre, hast du nichts verloren.

Was zählt als Flüssigkeit — und was überrascht

  • Cremes, Gele, Pasten: Zahnpasta, Handcreme, Haargel, Sonnencreme — alles Flüssigkeit im Sinne der Regel.
  • Mascara, flüssiger Lidstrich, Nagellack: ja, auch wenn die Menge winzig ist.
  • Deo: Spray und Roll-on ja, ein Deostick nein.
  • Joghurt, Frischkäse, Honig: zählen ebenfalls dazu.
  • Nicht betroffen: feste Seife, Shampoo-Bar, Zahnputztabletten, Parfum-Stift, Puder-Kosmetik. Wer auf feste Varianten umsteigt, hat mehr Platz im Beutel.

Ausnahmen, die vom Beutel befreit sind: Medikamente in benötigter Menge und Babynahrung. Beides muss man an der Kontrolle allerdings vorzeigen und begründen können — Medikamente am besten mit Rezept oder Beipackzettel.

Der praktische Teil: 100 ml sind kein Problem, wenn du umfüllst

Reisegrößen aus dem Drogeriemarkt sind im Verhältnis teuer und schneller leer, als einem lieb ist. Wer stattdessen die eigene Pflege in nachfüllbare Behälter umfüllt, hat drei Dinge gelöst: Er bleibt unter der Grenze, nimmt die Produkte mit, die er wirklich benutzt, und zahlt keinen Aufschlag für die Miniatur.

Zwei Tipps aus der Praxis: Behälter mit Skala nehmen — dann siehst du, ob du unter 100 ml bist, ohne zu schätzen. Und vor dem Einpacken einmal kopfüber halten: Was auf dem Waschbecken tropft, tropft auch im Koffer.

Genau dafür haben wir den Reise-Spender 4-in-1 im Sortiment: vier nachfüllbare Druckflaschen mit ml-Skala in einem Gehäuse, jede mit eigener Drucklasche — statt vier loser Fläschchen im Beutel. 19,95 € (Stand 8. August 2026 — es gilt der Preis auf der Produktseite), Versand innerhalb Deutschlands kostenlos, Lieferzeit 10–15 Werktage. (Maß- und Materialangaben stammen aus den Unterlagen unseres Lieferanten.) Wenn ohnehin alles Nasse zusammen soll, findest du den passenden hängenden Kulturbeutel daneben — beides steht in der Kategorie Reise-Organizer.

Häufige Fragen

Wie viele 100-ml-Behälter darf ich mitnehmen?

So viele, wie in einen Ein-Liter-Beutel passen. Der Beutel muss sich schließen lassen, ohne zu spannen — das ist der einzige Maßstab, den die Kontrolle anlegt.

Zählt eine halb leere 200-ml-Flasche?

Ja, und sie ist nicht erlaubt. Es geht um das Fassungsvermögen des Behälters, nicht um den Inhalt.

Was passiert, wenn ich zu viel dabeihabe?

Du musst es an der Kontrolle abgeben. Das ist ärgerlich, aber kein Beinbruch — plane nur Zeit ein, wenn du unsicher bist.

Gilt die 2-Liter-Regel auch für den Rückflug?

Nur, wenn der Rückflughafen ebenfalls CT-Scanner hat. Genau deshalb ist die 100-ml-Packung der ruhigere Weg.

Muss ich den Beutel wirklich einzeln aufs Band legen?

An Kontrollspuren ohne CT-Scanner ja. An Spuren mit CT-Scanner entfällt der Beutel — verlass dich aber nicht darauf, bevor du die Spur siehst.


Stand: 8. August 2026. Die Ausstattung der Flughäfen ändert sich laufend — prüfe vor dem Flug die Seite deines Abflug- und deines Rückflughafens. Dieser Artikel ist keine Rechtsauskunft.